Sonntag, 8. Februar, 11.00 Uhr
LiteraturLounge
Elisabeth Sandmann „Wir dachten, das Leben kommt noch“
Moderation: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)
Die gefeierte Autorin und Verlegerin Elisabeth Sandmann hat einen Roman geschrieben, der den Bogen vom Zweiten Weltkrieg bis in die 1990er-Jahre spannt und fragt, wie weit man im Widerstand gehen muss. Basierend auf der wahren Geschichte von Churchills Geheimagentinnen der Special Operations Executive, die erstmals in feindlichem Gebiet eingesetzt wurden – und das Unmögliche wagten. 1942 wird die unerfahrene Pat Conway von Churchills geheimer Spezialeinheit rekrutiert und per Fallschirm ins besetzte Frankreich geschickt. Getarnt als Französin, schmuggelt sie Sprengstoff und übermittelt verschlüsselte Funksprüche. Es wird die gefährlichste und aufregendste Zeit in ihrem Leben, aber darf nie ein Wort darüber verlieren, auch nicht über das Schicksal ihrer Schwester. Jahrzehnte später bekommt Pat überraschend einen Anruf von der BBC-Moderatorin Gwen, die sich für ihre Vergangenheit interessiert. Aber will sie darüber überhaupt reden. Nach so vielen Jahrzehnten, in denen sie kein Sterbenswort verraten durfte. Jahre, in denen sie dachte, das Leben kommt noch. Pats Vergangenheit führt tief hinein in ein unbekanntes Kapitel wagemutiger Frauen des Widerstands, die Sabotageakte verübten, geheime Funksprüche absetzten, lautlos töten mussten und beständig unterschätzt wurden.
Elisabeth Sandmann ist Verlagsbuchhändlerin, promovierte Literaturwissenschaftlerin und Verlegerin. Seit Jahrzehnten beschäftigt sie sich mit den Biografien außergewöhnlicher Frauen. 2015 veröffentlichte sie das Sachbuch „Der gestohlene Klimt“, das sich mit einem spektakulären Restitutionsfall beschäftigt. Mit „Porträt auf grüner Wandfarbe“ war Frau Sandmann bereits Gast in der LiteraturLounge.
Ort: Kultur & Bahn e.V. im Haus am Dom
Eintritt frei