Donnerstag, 26. März, 19 Uhr
Was bleibt │ What’s left – Exil in Deutschland
Mit Volha Hapeyeva, Zahra Maleki, Shole Pakravan, Katja Schraga, Liao Yiwu und Dasha Zorkina
Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt.
Exil ist kein Thema der Vergangenheit. Im Mittelpunkt der Kunstinstallation „Was bleibt“ │„What’s left“ von Yael Reuveny und Clemens Walter stehen gegenwärtige Exilerfahrungen. Sie ist Teil der Dauerausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main. In einer Komposition aus Bildern und Klängen werden Erinnerungen von Menschen sichtbar, die in ihrer Heimat unterdrückt und verfolgt wurden und heute in Deutschland im Exil leben. Volha Hapeyeva, Zahra Maleki, Shole Pakravan, Katja Schraga, Liao Yiwu und Dasha Zorkina sprechen über ihre Beteiligung am Projekt, ihre Erinnerungen an die Heimat und ihr Leben im Exil.
Volha Hapeyeva ist Schriftstellerin, Lyrikerin und Linguistin. Von einem Aufenthalt als Stadtschreiberin in Graz kehrte sie 2020 nicht in ihre Heimat Belarus zurück. Zahra Maleki verließ ihre Heimat Afghanistan als Jugendliche. Ihr Vater war dort ermordet worden. Mit ihrer Mutter floh sie in den Iran. 2015 floh sie weiter nach Deutschland.
Shole Pakravan ist Schauspielerin, Autorin und Aktivistin gegen die Todesstrafe. 2007 wurde ihre Tochter im Iran verhaftet, zum Tode verurteilt und 2014 hingerichtet. Sie selbst konnte das Land 2017 verlassen.
Yael Reuveny ist Dokumentarfilmerin. Parallel hierzu entwirft sie auch Sound- und Videoinstallationen für Museen und Gedenkstätten. Sie lebt und arbeitet zwischen Deutschland und Israel.
Katja Schraga ist Künstlerin, Film-Animatorin und Lehrerin. Infolge des Überfalls auf die Ukraine verließ sie Russland 2023 gemeinsam mit ihrer Adoptivtochter.
Liao Yiwu ist Schriftsteller, Musiker und Journalist. Weil er die chinesische Regierung immer wieder kritisiert hatte, wurde er 1990 inhaftiert. 2011 gelang es ihm, über Vietnam nach Deutschland zu flüchten. Seitdem lebt er in Berlin.
Clemens Walter ist ein in Berlin lebender Videokuünstler und Filmeditor. Er entwickelt Videoinstallationen für Museen und arbeitet als künstlerischer Leiter und Kurator für Medienkunstausstellungen.
Dasha Zorkina ist Grafiker*in, Fotograf*in und LGBTQI-Aktivist*in und lebte viele Jahren zwischen St. Petersburg und Berlin. Seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine ist eine Rückkehr nach Russland nicht mehr möglich.
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Eintritt frei. Anmeldung unter www.dnb.de/veranstaltungendea