Montag, 18. Mai 2026, 19:00 Uhr
„Denkst du noch an Trencín?“
Ein Abend mit Eva Umlauf, Lukáš Cabala und Maroš Borský. Musik vom Ensemble „Hudba na tanieri“
Im Jahr 2026 steht die slowakische Stadt Trencín im Mittelpunkt Europas: Als Kulturhauptstadt präsentiert sie ihre reiche Geschichte, lebendige Gegenwart und vielschichtige kulturelle Landschaft. Ein besonderer Kulturabend nähert sich dieser Stadt auf vielfältigen Wegen. Ein wesentliches Kapitel der Stadtgeschichte ist das jüdische Leben, das Trencín über lange Zeit prägte. Davon zeugt bis heute die eindrucksvolle Jugendstil-Synagoge. Maroš Borský, ein engagierter Vermittler jüdischer Kultur in der Slowakei, stellt die Geschichte und Gegenwart der Synagoge vor und zeigt auf, welche Rolle sie im kulturellen Programm von Trencín 2026 spielt.
Eva Umlauf, Holocaust-Überlebende und Vorsitzende des Internationalen Auschwitz-Komitees, spricht mit Maroš Borský über das jüdische Trencín, ihre Autobiografie und ihr aktuelles Buch „Genau so fängt es an. Ein Appell“ (Hoffmann und Campe). Darin warnt sie eindringlich vor den Gefahren eines zunehmenden Antisemitismus. Das Gespräch moderiert Sabena Donath, Direktorin der Jüdischen Akademie.
„Denkst du noch an Trencín?“ – der Roman von Lukáš Cabala ist eine Liebeserklärung des Autors an seine Heimatstadt. Das Buch ist im März beim Allee Verlag in deutscher Übersetzung erschienen und steht auf der Shortlist des EU-Literaturpreises 2026. Im Gespräch mit seiner Übersetzerin Stefanie Bose gibt Lukáš Cabala Einblicke in sein Werk.
Musikalisch wird der Abend vom Ensemble „Hudba na tanieri“ („Musik auf dem Teller“) begleitet, das jüdische Musiktraditionen mit Jazz sowie slowakischer und orientalischer Folklore verbindet.
Der Abend ist Teil des offiziellen Programms von Trencín – Kulturhauptstadt Europas 2026 und findet in Kooperation mit dem Honorarkonsulat der Slowakischen Republik und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa statt.
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Eintritt frei, Anmeldung unter www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt