Freie Kunsträume

Aufsicht auf modernen Pavillon-Gebäudeanbau von Parklandschaft umgeben
 

Die Freien Kunsträume und Offspaces der Stadt zeigen einmal mehr die große Bandbreite an Orten, an denen aktuelle Diskurse verhandelt und zeitgenössische künstlerische Positionen in Frankfurt präsentiert werden. Hier finden die lebendige lokale Kunstszene ebenso wie internationale Positionen eine Plattform. Das Spektrum an Kunsträumen und ihren Programmen ist enorm. Damit tragen sie maßgeblich dazu bei, Frankfurt als offenen, dynamischen Kunststandort sichtbar zu machen.

Von Künstler*innen gegründete Räume
Einen großen Anteil bilden Ausstellungsräume, die von Künstler*innen und Kollektiven selbst gegründet und verwaltet werden. Dazu zählt der Kunstverein Familie Montez im Frankfurter Osten, wo neben wechselnden Ausstellungen auch Lesungen, Konzerte und Partys stattfinden. Der 2003 von lokalen Künstler*innen gegründete Ausstellungsraum EULENGASSE zeigt neben thematischen Ausstellungen auch Performances und Filmprogramme. Elektronische Musik und junge Kunst bilden die Schwerpunkte des saasfee*pavillon, der internationalen wie regionalen Künstler*innen und Musiker*innen eine Plattform für interdisziplinäre Projekte bietet. Die freitagsküche wiederum verbindet Kochen, Essen und Kunstpräsentationen in ihren Räumlichkeiten, während der Verein Klosterpresse e.V. Ausstellungen, Lesungen und Konzerte mit regionalen Künstler*innen veranstaltet und zusätzlich Kurse in seiner Druckwerkstatt anbietet.

Atelierhäuser mit Ausstellungsprogramm
ATELIERFRANKFURT und basis e.V. bieten nicht nur Arbeitsräume, sondern zeigen zeitgenössische Kunst in eigenen Ausstellungsräumen. Im Programm von ATELIERFRANKFURT sind vorwiegend lokale Künstler*innen in eigens kuratierten Ausstellungen. Der Projektraum des Hauses steht Frankfurter Künstler*innen nach erfolgreicher Bewerbung für eigene Projekte offen. Im Bahnhofsviertel zeigt basis e.V. ein internationales Programm mit aufstrebenden künstlerischen Positionen. Zusätzlich bespielen die Atelierkünstler*innen den Projektraum in der Elbestrasse mit eigenen kuratierten Projekten.

Ausstellungsräume von Stiftungen
Zu den stiftungsgetragenen Ausstellungsräumen gehören Heussenstamm. Raum für Kunst und Stadt, die Crespo Foundation und die Villa 102 der KfW Stiftung. Die Heussenstamm-Stiftung fokussiert sich auf urbane und kulturpolitische Entwicklungen und zeigt Künstler*innen aus der Rhein-Main-Region. Im Open Space der Crespo Foundation finden Ausstellungen zur eigenen Sammlung, zu Austauschprogrammen und zum Wirken der Stifterin Ulrike Crespo statt. Die Villa 102 präsentiert wechselnde Ausstellungen mit Künstler*innen aus eigenen Residenzprogrammen. Internationale Kunst mit Fokus auf gesellschaftspolitisch relevante Themen wird in der STUDIENGALERIE 1.357, dem Lehr- und Lernprojekt der Goethe-Universität, gezeigt.

Plattformen für lokale und regionale Kunst
In der ehemaligen Wäscherei Ausstellungshalle 1A werden seit vielen Jahren erfolgreich vorwiegend Frankfurter Positionen gezeigt. Klassische Medien wie Malerei und Bildhauerei finden hier eine einmalige Plattform. Die Oberfinanzdirektion setzt in ihren Präsentationen einen Schwerpunkt auf Künstler*innen aus Hessen. Das Atelier Goldstein Galerie der Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V. unterstützt und vertritt wiederum Frankfurter Künstler*innen mit Beeinträchtigung und zeigt ihre Werke in wechselnden Ausstellungen.
In der KunstKulturKirche Allerheiligen und der Weißfrauenkirche präsentieren lokale Künstler*innen ihre Arbeiten im Kontext kirchlicher Architektur. Noch nicht etablierte Künstler*innen aus Frankfurt und Umgebung finden im 1822-Forum der Frankfurter Sparkasse einen zentralen Ort, um sich zeigen zu können. Im stadtRAUMfrankfurt des Amts für Multikulturelle Angelegenheiten veranstalten wiederum Vereine, Initiativen und öffentliche Träger mit Sitz in Frankfurt am Main eigene Ausstellungen und Projekte.

Neue Offspaces im gesamten Stadtgebiet
Die Zahl der von Künstler*innen und Kurator*innen gegründeten Offspaces hat sich in Frankfurt in den letzten Jahren enorm vergrößert. Dazu zählen MARS in Bockenheim und Synnika, die neben ihrem Ausstellungsprogramm auch Stadtteilarbeit verankert haben. Im gesamten Stadtraum finden sich mittlerweile zahlreiche neue Offspaces: MINK im Bahnhofsviertel, fffriedrich, Komet K und Heroine in der Innenstadt, sowie H8H und Alte Schmelze im Gutleutviertel.

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