
Die Kulturdezernentin
Dr. Ina Hartwig
PRESSEINFORMATION
11.02.2026
Das Miteinander in Beethovens 3. Sinfonie – Demokratiekonzerte in der Paulskirche
Demokratie für die Ohren – das sollten am Dienstag, 10. Februar, Hunderte kleine und große Frankfurterinnen und Frankfurter in der Paulskirche erleben. Der Verein ProMusica e.V. hatte zu zwei moderierten Vermittlungskonzerten unter dem Motto „Stimmen der Demokratie“ eingeladen. Den Anfang machte vormittags ein Konzert für Schülerinnen und Schüler, abends folgte ein „Bürgerkonzert“. Gespielt wurden jeweils Werke von Beethoven, Shostakovich, Mendelssohn und Verdi.
Schüler:innenkonzert am Vormittag
Am Vormittag lauschten Schülerinnen und Schüler von acht Frankfurter Schulen dem durch den Musikpädagogen und Dirigenten Christoph Gotthardt geleiteten Philharmonischen Orchester Frankfurt in der Paulskirche. Sie wirkten teilweise auch selbst als Sängerinnen und Sänger in Chören mit, unter anderem mit dem Lied „Die Gedanken sind frei“. Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg begrüßte die 300 Kinder und Jugendlichen. Sie sagte: „Musik und Demokratie haben viel gemeinsam. Beide leben vom Zuhören, vom Miteinander und davon, unterschiedliche Stimmen zu einem Ganzen zu verbinden. In der Musik wie in der Demokratie kommt es auf jede einzelne Stimme an. Nur wenn wir einander wahrnehmen und respektieren, entsteht Harmonie. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Selbstverständlichkeiten zunehmend infrage gestellt werden, sind Solidarität und demokratische Werte wichtiger denn je.“
In seiner Moderation hob der Musikpädagoge Gotthardt hervor, dass „Musik manchmal Dinge besser ausdrücken kann, als Worte es vermögen“. So sei in Beethovens 3. Sinfonie „ein Miteinander zu hören, ohne das es keine Weiterentwicklung in der Gesellschaft gibt“.
Bürgerkonzert am Abend
Am Abend folgte das „Bürgerkonzert“ für die Eltern der Schülerinnen und Schüler, die dasselbe Konzert am Vormittag bereits gehört hatten. Die Cello-Solistin Anastasia Kobekina brillierte mit dem 1. Cellokonzert von Shostakovich. Zudem präsentierte die gerade einmal 13 Jahre alte Klavier-Solistin Sofia Maholetti ihr Können mit Ausschnitten aus Klavierkonzerten von Beethoven und Mendelssohn. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, begrüßte die Gäste in der Paulskirche und betonte die besondere Bedeutung dieses Formats für Familien, die über die gemeinsam erlebte Musik in den Austausch kommen können: „Das Konzert steht unter dem Motto `Stimmen der Demokratie´ und bietet einen wunderbaren Anlass, sich mit den aktuellen Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Wie klingen Gesellschaften, in denen um Demokratie gerungen wird, in denen demokratische Werte gefährdet sind oder in denen Demokratie zu neuer Freiheit führt? Wenn Eltern mit ihren Kinder im Anschluss über diese Fragen ins Gespräch kommen, ist das ein großer Erfolg und das Beste, was ein Vermittlungskonzert leisten kann. “
Schülerkonzerte in Frankfurt von ProMusica e.V.
Der Verein ProMusica e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frankfurter Schülerinnen und Schülern klassische Orchester-Musik nahe zu bringen. Zum einen soll Kultur als ästhetischer Wert vermittelt und zum anderen Bezüge zum aktuellen gesellschaftlichen Kontext und zur Lebenswelt junger Menschen hergestellt werden. Initiiert hat die Reihe der Musikpädagoge Christoph Gotthardt, der sich für die Musikvermittlung in Frankfurt stark macht und seine Angebote in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt umsetzt. Gefördert werden die Schülerkonzerte, die der Verein Pro Musica e.V. Frankfurt durchführt, vom Kulturamt der Stadt Frankfurt, der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der Peter Paul und Emmy Wagner-Heinz Stiftung, Hermann und Dr. Irmgard Neumann- und Berner Stiftung.
Dezernat Kultur und Wissenschaft
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