Schumann, Clara (1819-1896)

"Clara Schumann: Eine moderne Frau im Frankfurt des 19. Jahrhunderts" vom 16. April bis 10. November 2019 im Institut für Stadtgeschichte

Clara Schumann, geb. Wieck (1819–1896), war nicht nur die bedeutendste Pianistin ihrer Zeit, sondern auch Komponistin, Musikpädagogin und moderne Unternehmerin. Nach dem frühen Tod ihres Mannes, des Komponisten Robert Schumann, sorgte sie mit höchst erfolgreichen Konzertreisen durch halb Europa für den Unterhalt ihrer vielköpfigen Familie. Persönliche Schicksalsschläge wie den Tod mehrerer ihrer acht Kinder meisterte sie beherzt.

1878 ließ sie sich in Frankfurt nieder und prägte als „Erste Klavierlehrerin“ von Dr. Hoch’s Konservatorium das Musikleben der Stadt. Sie bildete eine Generation erstklassiger Pianisten aus und bezauberte das Publikum durch ihr hinreißendes Spiel.

In ihrem Haus in der Myliusstraße und in den Salons der Stadt traf sie mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Landgräfin Anna von Hessen, Mäzenen wie Mathilde von Rothschild, Oberbürgermeistern und Kommerzienräten, aber auch Musikern wie Johannes Brahms und Franz Liszt zusammen.

Frankfurt, die prosperierende und weltoffene Metropole mit den schönen Grünanlagen, erlebte damals einen beispiellosen Aufschwung. Bedeutende Institutionen und prachtvolle Bauten zeugten vom bürgerschaftlichen Engagement für die Kultur, darunter die Museums-Gesellschaft, der Saalbau, das Konservatorium und das prunkvolle Opernhaus, um das selbst Kaiser Wilhelm I. die Frankfurter beneidete.

Die von Dr. Ulrike Kienzle kuratierte und als Kooperation zwischen dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main und der Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main e. V. verwirklichte Ausstellung zum 200. Geburtstag zeigt das bewegte Leben Clara Schumanns und ihrer Kinder im Wechselspiel mit den Geschicken der sich wandelnden Stadt.

Institut für Stadtgeschichte
Münzgasse 9
60311 Frankfurt am Main
Telefon +49 (0) 69 212 38425
Fax +49 (0) 69 212 30753
info.amt47@stadt-frankfurt.de
https://www.stadtgeschichte-ffm.de/de/home

Ort: Karmeliterkloster, Dormitorium
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte / Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main e. V.
Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa/So 11–18 Uhr
Eintritt: frei
 

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*1819 Leipzig - † 1896 Frankfurt am Main

Die berühmteste Pianistin des 19. Jahrhunderts trat 1828 erstmals im Leipziger Gewandhaus auf, ihr letztes Konzert gab sie 1891 in Frankfurt am Main. In ihren Konzertprogrammen spielte sie regelmäßig Werke von Beethoven, Schumann, Chopin und Mendelssohn. Nach dem Tod Robert Schumanns konzertierte sie weiterhin erfolgreich im In- und Ausland, sorgte für ihre sieben Kinder und wurde 1878 von Joachim Raff als erste Frau ans neu gegründete Hoch’sche Konservatorium in Frankfurt am Main als Klavierprofessorin berufen, wo sie bis 1892 arbeitete. Sie war zu ihrer Zeit die wichtigste Repräsentantin des Konservatoriums.

Clara Schumann komponierte fast ausschließlich Klaviermusik, dazu ein Klavierkonzert, ein Klaviertrio op. 17 sowie Lieder.
In der Frankfurter Universitätsbibliothek befinden sich 285 Originalbriefe von Clara Schumann.

Weitere Informationen:
Schumann Portal: http://www.schumann-portal.de/
FemBio Frauen-Biografieforschung e. V.: www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/clara-schumann-geb-wieck
 

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