"Die immer neue Altstadt. Bauen zwischen Dom und Römer seit 1900" vom 22. September 2018 bis 10. März 2019 im Deutschen Architekturmuseum

 

Die Frankfurter Altstadt weist wie kein anderes Areal der Stadt eine spannungsreiche Geschichte im Hinblick auf ihre Architektur und deren politische Instrumentalisierung für Identität und Tradition auf. Der Einzug der Moderne erforderte einen neuen Rathausbau und den Braubachstraßendurchbruch für die Straßenbahn. In der Ernst May-Ära geriet die Altstadtfrage zu einem städtebaulichen Richtungsstreit. Pläne, um der desolaten Lage in dem dicht bebauten Gebiet entgegenzuwirken, setzten die Nationalsozialisten später unter dem Begriff „Altstadtgesundung“ um. Nach ihrer fast vollständigen Zerstörung im 2. Weltkrieg entbrannte um die Altstadt eine heftige Rekonstruktions-Diskussion. In den 1950er-Jahren entstanden erste moderne Bauten und in den 1970er-Jahren das Technische Rathaus im Stil des Brutalismus. Eine erste Rekonstruktion fand in den 1980er-Jahren am Römerberg statt – zeitgleich hielt die Postmoderne Einzug, u.a. mit dem Bau der Schirn und der Saalgasse.

Hühnermarkt, 2017 © Foto: Uwe Dettmar

Mit dem Abrissurteil für das Technische Rathaus setzte ab 2005 eine kontroverse Diskussion über die Neubebauung ein. Wie daraus die gerade fertig werdende Altstadt hervorging, wird eine zentrale Frage der Ausstellung sein. Der Gang durch die Geschichte zeigt dabei die Bandbreite der Debatte über (Altstadt)Rekonstruktion.

Ergänzend zu dieser Ausstellung zeigt das DAM in der Reihe SCHÄTZE AUS DEM ARCHIV im Kabinett im 2. Obergeschoss Die postmoderne Saalgasse.

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