Im Zentrum der Gruppenausstellung stehen Linien und ihre Zwischenräume – zwischen Spur und Form, Material und Immaterialität, Struktur und Bewegung. Papier wird dabei zum aktiven Resonanzraum, Licht zu seinem immateriellen Gegenüber. Zeichnung erscheint nicht nur als Technik, sondern als Denk- und Wahrnehmungsform.
Verena Freyschmidt, die erstmals bei Bernhard Knaus Fine Art ausstellt, entfaltet in ihren zeichnerischen Arbeiten auf Papier ein offenes, organisch wachsendes Geflecht aus Linien und Spuren, das den Akt des Zeichnens selbst reflektiert.
Herbert Hinteregger zeigt neue Arbeiten, in denen Linien aus fluoreszierenden Klebestreifen auf Karton zu rhythmischen, farblich vibrierenden Feldern verdichtet sind. In diesem Zusammenhang hat Hinteregger die Künstlerin Myriam Holme eingeladen, mit einer Arbeit von transluzenter Leichtigkeit in den Dialog zu treten – eine Gegenüberstellung, die Material, Farbe und Wahrnehmung in Beziehung setzt.
Harald Kröner untersucht in seinen großformatigen Papier- und Neonarbeiten die Linie als Trägerin von Bewegung, Sprache und Energie; das Licht wird dabei zur Fortsetzung der Zeichnung im Raum.