Förderung der freien Kunstszene

Kunst in Frankfurt: Kunst schaffen, Kunst fördern, Kunst erleben – Zukunft für die freie Kunst gestalten

Die Museen und das Museumufer prägen das Image Frankfurts als Kunststadt. Doch Kunst in Frankfurt ist viel mehr als Museumskunst – insbesondere, wenn es um das Schaffen, Zeigen und Erleben aktueller Kunst geht. Zweifellos profitiert der Kunststandort Frankfurt von zwei staatlichen Kunstakademien: der renommierten Städelschule und der Hochschule für Gestaltung im benachbarten Offenbach. Viele Künstler*innen, die hier studierten, sind in Frankfurt geblieben und haben nicht nur am Aufbau der eigenen Karriere gearbeitet, sondern wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Freien Frankfurter Kunstszene gesetzt, indem sie Leerstände bespielt und Offspaces gegründet haben. Auf dem Fundament dieser Erfahrungen baut die Freie Kunstszene auf. Über Generationen hinweg entwickeln Kunstschaffende immer wieder neue Formate und Ideen.

Kunst fasziniert zu allen Zeiten ihr Publikum, sensibilisiert und inspiriert auf vielfältige Weise unsere Wahrnehmung. Kunst kann multiperspektivische Sichtweisen auf uns selbst und die Welt, in der wir leben eröffnen. Sie hat aber auch den Auftrag, Fragen zu stellen und ihre kritische Stimme hören zu lassen. Und vielleicht lautet eine der zentralen Fragen überhaupt, die uns Kunst in unterschiedlichen Erscheinungen, unabhängig von Ort und Zeit, stellt: Was hält die Welt im Inneren eigentlich zusammen?

Diese unverzichtbare Stimme gehört in Frankfurt fantastischen Künstler*innen und Kunstschaffenden aus der ganzen Welt. Diversität zu garantieren und der Freien Kunstszene Möglichkeiten zu eröffnen, damit diese Stimme gehört werden kann, ist eine der zentralen Aufgaben der Kunstförderung in Frankfurt.

Wer sich weiterentwickeln und entfalten will, braucht Freiraum als Nährboden für Kreativität. Ihn zu schaffen heißt u.a. Experimente wagen dürfen, ohne Erfolgsdruck und die Erwartung der Rentabilität. Der Fachbereich Kunst & Kunst im öffentlichen Raum versteht sich in seiner Förderfunktion als Möglichmacher*in und die eigenen Förderprinzipien als Werkzeug, um solche Freiräume mitzugestalten.
Gezielte Maßnahmen und Kooperationen sollen in den nächsten Jahren zudem Kunst im öffentlichen Raum noch deutlicher als Spiegel des Zeitgeschehens und als Katalysator ins Bewusstsein rücken.

Zurück  |  Drucken  |  Versenden