Anthony Mann-Werkschau im Kino des DFF

 

Vom 2. bis 31. August 2019 präsentiert das Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum eine große Anthony Mann-Werkschau, kuratiert und vorgestellt von Dr. Ines Bayer, Autorin von "Anthony Mann – Kino der Verwundung". Von Anthony Mann (1906–67), ein maßgeblicher Vertreter des klassischen Hollywood, werden vornehmlich B-Produktionen der 1940er Jahre sowie thematisch wie formal gewagte Western der frühen 1950er Jahre zu sehen sein.

Der Eröffnungsvortrag findet statt vor der Vorführung von RAW DEAL am 2. August (20 Uhr), Einführungen wird es geben zum Double Feature mit STRANGERS IN THE NIGHT und SING YOUR WAY HOME am 4. August (17.30 Uhr), MEN IN WAR am 13. August (20.30 Uhr), DEVIL’S DOORWAY am 20. August (20.30 Uhr), THE FURIES am 22. August (18 Uhr), STRANGE IMPERSONATION am 30. August (20.30 Uhr) und STRATEGIC AIR COMMAND am 31. August (20.15 Uhr).

Anthony Mann (1906–67) gehört zu den prägenden Regisseuren des klassischen Hollywood. Er hat 39 Filme in einem Zeitraum von 25 Jahren gedreht und dabei für fast alle US-amerikanischen Majors und eine Reihe kleinerer Studios aus Hollywoods poverty row gearbeitet. Seine letzten Filme entstanden in Europa.

Berühmt ist er für seine großen Western der 1950er Jahre, viele davon, ikonisch geworden, mit James Stewart. Noch zu entdecken sind seine grimmigen Film noirs, seine Musicals und (wenigen) Komödien, seine epischen Filme und jene Werke, die sich Genrezuschreibungen weitgehend entziehen. Eine Konstante im Werk Anthony Manns ist sein ausgesprochen physischer Stil. Dieser betrifft die Positionierung des Körpers im Bild genauso wie den Umgang mit der Landschaft, in der die Berge nie nur Dekor sind, sondern unter Schmerzen erklommen werden. Überhaupt forscht Mann dem Effekt von Gewalt auf den menschlichen Körper mit Nachdruck nach und registriert an seinen Figuren den Schmerz, den eine Wunde bereitet, und die Anstrengung, die das Töten abverlangt. So ist Manns Kino letztlich ein Kino der Verwundung: des Schmerzes, des Ertragens, des Überwindens, selten des Sich-Ergebens.

Seine Filme fügen sich zu einem Panorama vom Dasein des Menschen – zumeist: des Mannes – in einer harschen Welt.

Die Werkschau vereint neben Klassikern insbesondere solche Filme, die den Blick auf das OEuvre des Regisseurs erweitern. Ein Schwerpunkt liegt auf den wilden, dynamischen B-Produktionen der 1940er Jahre sowie auf den thematisch wie formal gewagten Western der frühen 1950er Jahre.

Mit raren, äußerst selten gezeigten Kopien aus internationalen Archiven.

Das Buch "Anthony Mann – Kino der Verwundung" von Ines Bayer ist im Mai 2019 im Bertz + Fischer Verlag erschienen und im Museumsshop erhältlich.

Das gesamte Programm und nähere Informationen in Kürze auf der DFF-Webseite.

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