Venezuela im Film

 

Vom 14. bis 20. November 2019 präsentiert das Kommunale Kino der Volkshochschule, Filmforum Höchst, in Zusammenarbeit mit dem Verein Aufblende und der Academia de Cine de Venezuela, Caracas die 15. Ausgabe des Festivals Venezuela im Film – Qué chévere.
Trotz der politischen und ökonomischen Krise Venezuelas sind erstaunlich viele und vielfältige Filme entstanden, die das Leben in diesem Land in verschiedener Weise durch verschiedene Genres widerspiegeln und davon zeugen, dass die Filmproduktion immer noch sehr lebendig ist. Zu Eröffnung kommt die Regisseurin Patricia Ortega mit ihrem neuen Film YO IMPOSIBLE, eine Geschichte über Intersexualität. Während der ganzen Woche wird im Vorprogramm ihr an der kubanischen Filmschule San Antonio de los Banos 2006 entstandener Kurzfilm AL OTRO LADO DEL MAR gespielt.
In PARQUE CENTRAL entwirft der Regisseur Alberto Lamata, der vor einigen Jahren zu Gast in Frankfurt war, ein lebendiges Bild eines Stadtteils in Caracas und seiner Bewohner*innen. In die Ska-Szene führt der Film VENEZUELA ES UN DESORDEN, der die Musikgruppe „Desorden Público“ porträtiert. Die Große Dame des venezolanischen Films, Margot Benacerrat, stellt Jonathan Reverón in seinem Film MADAME CINEMA vor. LA FAMILIA von Gustavo Rondón Córdova erzählt von einer besonderen Vater-Sohn Beziehung im krisengeschüttelten Caracas.
Mit MUERTE EN BERRUECOS von Caupolicán Córdova steht ein Historienfilm vor dem Hintergrund der Freiheitskämpfe des 19. Jahrhunderts auf dem Programm. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Untersuchung des Mordes an Antonio José de Sucre im Jahr 1830, dem Freiheitskämpfer und General Simon Bolivars. Damit wird die Reihe von Filmen über venezolanische Freiheitskämpfer wie Simon Bolívar, Manuela Saenz, Francisco de Miranda der letzten Jahre weitergeführt.
HIJOS DE LA SAL von Luís und Andrés Rodríguez spielt auf der Halbinsel Paraguaná in der Region Falcón in einer faszinierenden Landschaft und erzählt von zwei Heranwachsenden, Bruder und Schwester, die nach dem Tod ihres Vaters ihren Lebensunterhalt in einer Saline durch die “Salzernte” bestreiten und deren Sexualität langsam erwacht.

Nähere Infos zu den Filmen finden Sie auf der >>> Website des Filmforums <<<
 

Über das Festival
Seit 2005 präsentiert Venezuela im Film jedes Jahr im Herbst die Vielfalt des venezolanischen Kinos. Aktuelle Spiel- und Kurzfilme sowie Dokumenationen, aber auch Klassiker bieten einen kleinen Einblick in die junge und sehr kreative venezolanische Filmproduktion. Das sorgfältig kuratierte Programm bietet stets ein breites Spektrum von Genres, von der Literaturverfilmung über den Film Noir bis zum Musikfilm. In unregelmäßigen Abständen widmen die Veranstalter bedeutenden Künstlern eine Hommage. So bot sich beispielsweise im Jahr 2007 die seltene Gelegenheit, das Werk von Román Chalbaud, einem der wichtigsten Theater- und Filmemacher Venezuelas, kennen zu lernen. 2013 erinnerten Filme und eine Ausstellung an den bedeutenden Maler Armando Reverón und 2014 wurde Luis Alberto Lamata mit einer kleinen Werkschau geehrt. Eingeladene Gäste besuchen das Festival und bringen das Filmschaffen des Südamerika-Staats dem Frankfurter Kinopublikum persönlich näher. Alle Filme laufen im Original mit Untertiteln.

Begleitend bereichern Konzerte und/oder Ausstellungen das Festival.

Das Festival findet in Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat der Bolivarischen Republik Venezuela Frankfurt sowie dem Centro Nacional Autónomo de Cinematografia de Venezuela (CNAC) statt. Unterstützt wird es durch den Förderverein des Filmforums "Aufblende e.V.". Besonderen Anstoß zur Gründung des Festivals gab der ehemalige Generalkonsul Herr Osvelio Cesar Mendez Gonzalez.

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