Hessischer Film- und Kinopreis

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Preisträger Hessischer Film- und Kinopreis 2015

Am Freitag, 16. Oktober, wurde der Hessische Film- und Kinopreis 2015 in der Alten Oper in Frankfurt am Main verliehen. Regisseur Lars Kraume erhielt für die hr-Koproduktion „Der Staat gegen Fritz Bauer“ den Preis in der Kategorie „Bester Spielfilm“. Im Rahmen des Hessischen Fernsehpreises wurden Melika Foroutan als „Beste Schauspielerin“ sowie Armin Rohde als „Bester Schauspieler“ ausgezeichnet. Der Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten ging an Michael Gwisdek.

Für „Yallah! Underground“ erhielt Farid Eslam den Hessischen Filmpreis in der Kategorie Dokumentarfilm. Seine Dokumentation porträtiert junge Musiker und Künstler aus dem arabischen Raum: Abseits von jeglichen Klischees von religiösem Fanatismus möchten sie ihre Kunst frei ausdrücken und leben. Die Jury lobte vor allem die Verbindung zwischen politischer Aktualität, visueller Umsetzung und der großartigen musikalischen Untermalung. Farid Eslams Film wurde mit Mitteln der Hessischen Filmförderung unterstützt und ist momentan auf internationaler Festivaltournee. Der Hessische Filmpreis in der Kategorie Bester Dokumentarfilm ist mit 15.000 Euro dotiert.

In der Kategorie „Kurzfilm“ gewann das Zweiergespann Thomas Toth und Michael Schaff mit der Kurzdokumentation „Ein bisschen Normalität“. Darin begleiten die beiden Regisseure eine junge Frau, die als alleinerziehende Mutter und Drogensüchtige jeden Tag aufs Neue darum kämpft, „ein bisschen Normalität“ herzustellen. Der Hessische Filmpreis ist in der Kategorie „Kurzfilm“ mit 5.000 Euro dotiert.

Mit ihrem Drehbuch für einen Spielfilm über den hessischen Schriftsteller und Revolutionär Georg Büchner gewann Dörte Franke den mit 7.500 Euro dotierten Preis für das „Beste Drehbuch“. In „Büchner ist tot“ gelingt der Zugang zur historischen Figur Büchners über dessen Freund August Becker. Das Filmprojekt wurde von der Hessischen Filmförderung gefördert.

„Grey Hat“ von Emanuel Brod erhielt den Hessischen Hochschulfilmpreis, der ebenfalls mit 7.500 Euro dotiert ist. Brod, der an der Hochschule Darmstadt studiert, überzeugt in seinem Hackerfilm vor allem durch Professionalität.

Der mit insgesamt 95.000 Euro dotierte Kinokulturpreis wurde an die folgenden elf gewerblichen Kinos vergeben: Mal Seh'n Kino, Frankfurt, Kino Traumstern, Lich, Capitol Kino Witzenhausen, Witzenhausen, Filmladen Kassel, Kassel, Lichtspielhaus Lauterbach, Lauterbach, Orfeos Erben, Frankfurt, BALi-Kinos, Kassel, Programmkino rex, Darmstadt, Kammer – Palette – Atelier, Marburg, Harmonie Kinos Frankfurt und Kult Kinobar, Bad Soden am Taunus. Außerdem wurden folgende nicht gewerbliche Kinos ausgezeichnet: Caligari FilmBühne, Wiesbaden, Kommunales Kino Weiterstadt, Pupille e.V. – Kino in der Uni, Frankfurt, Filmforum Höchst, Frankfurt-Höchst, Kino des Deutschen Filmmuseums, Frankfurt, Murnau-Filmtheater, Wiesbaden, und Traumakino, Marburg. Bei den gewerblichen Kinos hob die Jury für den Hessischen Kinokulturpreis besonders das Mal Seh’n Kino in Frankfurt hervor. Bei den nicht gewerblichen Kinos überzeugte in diesem Jahr die Caligari Filmbühne in Wiesbaden mit ihrer Programmgestaltung.

Für das Auswahlverfahren in den einzelnen Kategorien sind die Hessische Filmförderung (Filmförderung des Landes Hessen und des Hessischen Rundfunks) und die Jurys verantwortlich.

Die Entscheidungen trafen die Filmpreisjury (Bibiana Beglau / Schauspielerin, Christian Bührmann / Referatsleiter Film HMWK, Manfred Riepe / Journalist, Jan Schomburg / Regisseur, Jury-Vorsitzende Frank Stephan Limbach / Geschäftsführer Hessische Filmförderung - Filmförderung des Landes Hessen und des Hessischen Rundfunks) sowie die Fernsehpreisjury (Liane Jessen / Fernsehspielchefin Hessischer Rundfunk, Herbert Knaup / Schauspieler, David Ungureit / Drehbuchautor und die Jury-Vorsitzende Christel Schmidt / Co-Geschäftsführerin Hessische Filmförderung - Hessischer Rundfunk Filmförderung).

Die Entscheidungen für die Kinokulturpreise traf die Abspieljury (Christopher Bausch / Kinobetreiber Casino Aschaffenburg, Bernd Brehmer / Festivalleiter. Werkstattkino e.V., Christin Schubert / Assistenz der Geschäftsführung AG Kino, Dirk Steinkühler / Geschäftsführer Kino Gesellschaft Filmpalette, Jutta Wille / Geschäftsführung AG Kurzfilm unter der Jury-Leitung von Frank Stephan Limbach / Geschäftsführer Hessische Filmförderung - Filmförderung des Landes Hessen und des Hessischen Rundfunks).

Aktuelle Informationen zum Hessischen Filmpreis sowie alle vollständigen Jurybegründungen finden sich unter www.hessischer-filmpreis.de

 


Über den Hessischen Film- und Kinopreis:
Seit 1989/1990 zeichnet das Land Hessen einmal jährlich Filmemacher und Kinobetreiber mit dem Hessischen Film- und Kinopreis aus. Die Förderpreise und Auszeichnungen werden vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Zusammenarbeit mit der Hessischen Filmförderung verliehen und sind mit insgesamt 185.000 Euro dotiert. 

Die Kategorien:

Der mit insgesamt 75.000 € ausgestattete Hessische Filmpreis erreicht den Regisseur oder die Regisseurin des ausgewählten Spiel-, Dokumentar- oder Kurzfilms. Der Preis kann höchstens auf drei Filme verteilt werden. Voraussetzung ist ein Hessenbezug des Films oder des/r Produzenten/in.

Der Hessische Drehbuchpreis in Höhe von 7.500,- € wird an den/die jeweilige/n Autor/in des Drehbuches vergeben. Vorraussetzung ist ein „Hessenbezug“ der Person selbst oder der eingereichten Arbeit.

Der Hessische Hochschul-Filmpreis ist mit 7.500,- € dotiert und wird für den besten Abschlussfilm eines Studiums an einer hessischen Ausbildungsstätte der Absolventin oder dem Absolventen verliehen.

Die Fertigstellung des eingereichten Films bzw. Drehbuchs dürfen nicht länger als ein Jahr zurückliegen. Vergeben werden die Film-, Drehbuch- und Hochschulfilmpreise aufgrund des Vorschlags einer unabhängigen Preisjury. Die Preisjury für den Hessischen Filmpreis wird vom Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag des Film- und Kinobüro Hessen e.V. und des Filmhaus Frankfurt e.V. berufen.

Der Hessische Kinokulturpreis für gewerbliche Kinos ist mit insgesamt mit 75.000 Euro dotiert und wird für herausragendes kulturelles Engagement verliehen. Der Hessische Kinokulturpreis für kommunale Kinos wird an nicht gewerblich betriebene Abspielstätten, kommunale Kinos und Kinoinitiativen verliehen. Die Auszeichnung honoriert hervorragende Leistungen im Bereich des nicht gewerblichen Abspiels und ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert. Über die Vergabe der Kinokulturpreise entscheidet eine eigene Jury.

Außerdem verleiht der Intendant des Hessischen Rundfunks den Hessischen Fernsehpreis in den Kategorien "Bester Darsteller" und "Beste Darstellerin", den der hr in Zusammenarbeit mit der Hessischen Filmförderung vergibt. Die Mitglieder der jeweils auf zwei Jahre berufenen unabhängigen Fernsehpreisjury des hr entscheiden jährlich im Herbst über die Auszeichnung für herausragende schauspielerische Leistungen im Fernsehspiel. Der Hessische Fernsehpreis ist undotiert.

Seit 2003 vergibt der Hessische Ministerpräsident im Rahmen der Verleihung der Hessischen Film- und Kinopreise einen Ehrenpreis. Diese Auszeichnung für besondere Leistungen im Film- und TV-Bereich ist nicht dotiert und wird in einem internen Auswahlverfahren vergeben.

Bis 2014 wurde außerdem die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung "Beste internationale Literaturverfilmung" von der Frankfurter Buchmesse vergeben, um die enge Verbindung von Buch- und Filmbranche zu verdeutlichen.

Alle aktuellen Preisträger sowie die Bewerbungsformalitäten der einzelnen Kategorien finden Sie auf der offiziellen Website des Hessischen Film- und Kinopreises.

 

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