Hindemith, Paul (1895-1963)

 

*1895 Hanau – †1963 Frankfurt am Main

22 Jahre seines Lebens verbrachte Paul Hindemith in Frankfurt. Er begann als Zwölfjähriger am Hoch'schen Konservatorium mit seiner Ausbildung als Geiger, studierte später Kompositionslehre und Kontrapunkt bei Arnold Mendelssohn und Bernhard Sekles.
Das Frankfurter Opernhausorchester stellte den 19jährigen Hindemith als Ersten Geiger ein und beförderte ihn zum Konzertmeister. 1923 zog er in den Kuhhirtenturm ein. Wenig später heiratete er Gertrud, eine Tochter des Opernkapellmeisters Ludwig Rottenberg. Die 1920er Jahre gehören zu den produktivsten und ereignisreichsten Zeiten in seinem Leben. Für Hindemith blieb Frankfurt lange Zeit das Zentrum seines Wirkens. In den 1930er Jahren, als die Repressalien der Nationalsozialisten gegen ihn und sein Werk zunahmen, hielt er sich häufiger in Frankfurt auf, um dem politisch aufgeheizten Klima in Berlin zu entfliehen.
Zur 1947 gegründeten Musikhochschule hielt Hindemith, der 1938 emigrieren musste und 1946 US-amerikanischer Staatsbürger wurde, zeitlebens Kontakt. In Frankfurt ist 1974 das Hindemith Institut gegründet worden, eine Einrichtung der Fondation Hindemith mit Sitz in Blonay (CH). Der gesamte Nachlass des Komponisten wird hier wissenschaftlich erschlossen, ausgewertet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Weitere Informationen: www.hindemith.org

 

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