Das Jüdische Museum im Rothschild-Palais stellt die geschichtliche Entwicklung sowie das soziale und religiöse Leben der jüdischen Gemeinden in Frankfurt vom 12. bis zum 20. Jahrhundert dar.
Behandelt wird die Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft von den Anfängen jüdischer Ansiedlung in Deutschland bis zum Ende des Frankfurter Ghettos, ferner die Geschichte der Juden in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert vom Kampf um Emanzipation und gesellschaftliche Integration bis zum Wiedererstehen jüdischer Gemeinden nach dem Massenmord durch die Nationalsozialisten. Anhand von Kultgegenständen wird die religiöse Praxis in Synagoge und Haus, im Leben des Einzelnen und der Gemeinschaft, im Alltag und an Festtagen vorgestellt.
Mit dem Museum Judengasse am Börneplatz besitzt das Jüdische Museum eine Dependance im historischen Zentrum jüdischen Lebens in Frankfurt. Im Mittelpunkt stehen die Fundamente von Gebäuden der ehemaligen Judengasse. Begleitend wird die Geschichte dieser Straße, ihrer Bewohner und Häuser über einen Zeitraum von 350 Jahren dokumentiert. Im dortigen „Oskar und Emilie Schindler Lernzentrum“ lassen sich auch die Lebensläufe der deportierten und ermordeten Frankfurter Juden einsehen, deren Namen die Mauer der Gedenkstätte „Neuer Börneplatz“ nennt.
2009 erhielt die Ausstellung "Superman und Golem - Der Comic als Medium jüdischer Erinnerung", die auch in Paris und Amsterdam gezeigt wurde, den renommierten red dot award: communication design für die Ausstellungsgestaltung und Designqualität.