Johann Wolfgang Goethe-Universität
Sommersemester 2013
Juli Zeh - Treideln
„Poetikvorlesung? Kommt nicht in Frage. Man ist entweder Autor oder Poetikbesitzer. Ich bin doch nicht mein eigener Deutsch-Leistungskurs. Ohne mich.“ Juli Zeh
Unter dem Titel „Treideln“ wird Juli Zeh vor dem Publikum der Frankfurter Poetikvorlesung über Bedingungen und Grundlagen ihrer literarischen Arbeit sprechen – und dabei versuchen, eine „Anti-Poetologie“ zu entwerfen.
Poetik, so sagt Juli Zeh, ist etwas für „Quacksalber, Schwächlinge, Oberlehrer, Zivilversager und andere Scharlatane“. Schreiben lebt von der „Poetikfeindlichkeit“, ist nämlich ein „verschriftlichtes Selbstgespräch“. „Poetik klingt immer so, als wüsste der Autor, was er da tut – dabei weiß er bestenfalls, was er getan hat.“ Von dieser Erkenntnis her lässt sich befreit aufspielen und wunderbar poetologisieren; über die Bedeutung der Erinnerung für das Schreiben zum Beispiel: „Ein Ereignis ist nicht das, was passiert ist, sondern das, was erzählt werden kann.“
Termine sind Dienstag 11.6., 18.6., 25.6., 2.7. und 9.7. jeweils 18 Uhr.
Ort: Campus Westend, Hörsaalzentrum, Hörsaal HZ 2
Eintritt frei
Abschlusslesung im Literaturhaus am 10. Juli um 19.30 Uhr
Begleitausstellung im "Fenster zur Stadt", Braubachstraße 18-22