Frankfurter Ateliertage

Seit 2008 bietet das Kulturamt der Stadt Frankfurt regelmäßig für die Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Ateliers der Künstlerinnen und Künstler zu besuchen. Zunächst jährlich als „Open Doors“, dann biennal als „Frankfurter Ateliertage“ wurden an einem, dann an zwei aufeinander folgenden Wochenenden im November die sonst verschlossenen 400 Künstlerateliers zum Schauraum.

Neben den 48 städtisch geförderten Ateliers öffneten die Atelierhäuser Atelierfrankfurt und basis ihre Türen. Künstler- und Künstlergemeinschaften im gesamten Stadtgebiet schlossen sich an und boten eine Vielfalt quer durch die Stadt. An zwei Wochenenden gab es Kunstschaffende von internationalem Ruf und lokale Größen zu entdecken; Neuankömmlinge aus anderen Städten und Absolventen der lokalen Kunsthochschulen. Vertreten war jeweils ein breites Spektrum künstlerischer Positionen und Medien: ob Fotografie, Malerei oder Film, Performance, Installation oder Grafik, ob Realismus, Abstraktion oder Konzeptkunst.

So individuell wie die Künstler sind deren Produktionsstätten, die in der Belle Etage eines Altbaus oder versteckten Hinterhäusern lokalisiert sein können, in einem ehemaligen Bunker, Gewächshaus oder auch einer Garage. Die Frankfurter Ateliertage verdeutlichen zum einen, welche spezifischen Bedürfnisse und Interessen aufseiten der Kunstschaffenden stehen. Zum anderen zeigen sie das hohe Niveau der Kunstproduktion in unserer Stadt – als ein zentraler Beitrag zur Kunstszene neben den renommierten Ausstellungshäusern am Frankfurter Museumsufer.

Trotz teils schwieriger Bedingungen erweist sich Frankfurt als ein lebendiger, internationaler Standort für zeitgenössische Kunst. Darauf antwortet das Kulturamt der Stadt Frankfurt mit der Vergabe eines Atelierstipendiums das bei der nächsten Veranstaltung, dem Frankfurter-Kunst-Sommer 2017 vergeben wird.

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