"HEIMAT 1992/2017" vom 2. Dezember 2017 bis zum 31. Januar 2018 im Haus am Dom

 

Die katholischen Sorben sind eine ethnische Minderheit mit eigener Sprache in der Oberlausitz, einem Gebiet zwischen Dresden und Bautzen. Der Frankfurter Fotograf Andreas Varnhorn reiste 1992 mehrere Male dorthin. Kurz nach der deutschen Wiedervereinigung entstand so ein historisches Zeitdokument mit Bildern, die wie aus der Zeit gefallen wirken.

Neben der Dokumentation der für die Sorben wichtigen Feiertagsfestlichkeiten sind auch sehr persönliche Portraits entstanden. Zum großen Teil handelt es sich bei den Exponaten um die 1992 analog erstellten Schwarzweiß-Abzüge, ergänzt um noch nicht veröffentlichte Fotografien im modernen Fotodruckverfahren. Darüber hinaus hat Varnhorn 25 Jahre später einige der damals Portraitierten erneut fotografiert und gefragt, was für sie „Heimat“ bedeutet.

Die Sehnsucht nach der Erkenntnis, wie alles mit allem zusammenwirkt, treibt Philosophie, Wissenschaft und Dichtung an. Der Künstler Wolfgang Weiss schafft mit seinen Photographien, die er Photo-Qubits nennt, Fantasieräume für diese alte Sehnsucht der Menschheit. Unter dem Titel „Wirklichkeiten“ zeigt das Haus am Dom, Domplatz 3, vom 7. Dezember bis zum 1. Februar seinen Bilder-Zyklus.

Als Objekte wählt Weiss in erster Linie Bauwerke, Skulpturen, Symbole, die als Wahrzeichen bekannt sind und Orientierung in der Welt geben. Dabei schafft er nicht Abbildungen des Objekts in seiner bekannten Form, sondern will die Neuschöpfung bzw. Poetisierung einer anderen Wirklichkeit.

Der Besuch der Ausstellungen ist frei. Die Ausstellungen im Haus am Dom, Domplatz 3, sind geöffnet von montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr, bei Abendveranstaltungen auch länger.

Haus am Dom
Domplatz 3
D 60311 Frankfurt am Main
Telefon +49 (0) 69 80087180