Vom 24. bis 27. Juni präsentiert das 4. Europäische Filmfestival der Generationen ausgewählte Filme zum Thema Alter(n) im CineStar Metropolis. Der Erfolg der vergangenen Ausgaben bewirkte die Verlängerung auf vier Festivaltage. Außerdem ergänzt Mannheim neben Hanau und Heidelberg die Liste der deutschen Aufführungsorte, während Lissabon und Manchester als europäische Partnerstädte gewonnen wurden.
Nach den internationalen kurzen wie langen Filmen finden häufig moderierte Filmgespräche – in Anwesenheit von Filmemachern und Experten – statt. Die Einladung zum Dialog gilt ausdrücklich sowohl jungen wie auch älteren Zuschauern.
Zum Auftakt am 24. Juni (18.30 Uhr) mit „Das Lied des Lebens“ ist die Regisseurin Irene Langemann anwesend. Neben dem Eröffnungsfilm, ein Dokumentarfilm über das Musizieren von und mit älteren Menschen, ist auch in anderen Filmen Musik das Hauptthema: „Song for Marion“, „Quartett“ und „Life is Life – Die Spätzünder“ schildern ebenfalls die Kraft der Musik (nicht nur) im Alter. Außerdem werden politische Themen wie der Holocaust („Oma & Bella“) und der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern („Kaddisch für einen Freund“) behandelt. Von den unterhaltsamen Seiten des Lebens erzählen „Wir sind so frei!“, „Omamamia“ und „Robot & Frank“. Wer noch keine Gelegenheit dazu hatte, sollte sich unbedingt die preisgekrönten Produktionen „Vergiss mein nicht“ (Hessischer Filmpreis für den Besten Dokumentarfilm) und „Liebe“ (Oscar® für den Besten fremdsprachigen Film) ansehen.
Wieder werden fünf Kurzfilme des bundesweiten Wettbewerbs „Video der Generationen“ gezeigt, an dem sich Mitstreiter unter 25 oder über 50 Jahren beteiligen und somit ihren filmischen Beitrag zum generationenübergreifenden Dialog leisten können. Wer mehr über den seit 1998 ausgetragenen und in Deutschland einzigartigen Wettbewerb wissen möchte, erhält alle Informationen von Filmpädagoge Holger Twele.
Im diesjährigen Experten-Workshop (in englischer Sprache) belegt Referentin Dr. Anita Wohlmann (Universität Mainz) die interessante Beobachtung, wie junge oder jüngere Filmemacher insbesondere westlicher Kulturen in ihren Filmen das Alter(n) in vielen Fällen verteufeln.
Über das Festival:
Bereits die erste Ausgabe im Mai 2010 stieß mit knapp 800 Besucherinnen in Frankfurt und Heidelberg auf große Resonanz. Seither regt das Festival jedes Jahr mit Spiel- und Dokumentarfilmen aus dem In- und Ausland Jung und Alt zur Auseinandersetzung mit dem Alter(n) an. Neben Publikumsfilmen der vergangenen Monate enthält das Programm außerdem sehenswerte Dokumentarfilme. Anschließende Gespräche mit Filmemachern sowie Experten aus der Alternsforschung und Seniorenarbeit fördern weiterhin den Dialog zwischen den Generationen.
Das gelungene Konzept belohnte der Bundesverband Deutscher Stiftungen mit einer Nominierung zum Deutschen Engagement-Preis 2010 (Motto „Geben gibt“).
Organisatoren sind das Amt für Gesundheit der Stadt Frankfurt und der Alternsforscher Dr. Doh vom Psychologischen Institut der Universität Heidelberg; die Vorstellungen finden statt im CineStar Metropolis.