Gegründet von Filmliebhaberinnen, Filmkuratorinnen, Filmhistorikerinnen und -theoretikerinnen, Kritikerinnen und Filmstudierenden hat sich die Kinothek Asta Nielsen die Aufgabe gesetzt, mit regelmäßigen Filmprogrammen Filmgeschichte zu schreiben.
Dabei soll an die losen Enden der Filmarbeit der neueren Frauenbewegung in Theorie und Praxis angeknüpft werden. Allerdings will die Kinothek keine der bestehenden Filmgeschichten fortschreiben - weder die Fortschrittsgeschichte der Technik, noch die musealisierende des filmischen Erbes. Sie will Filmgeschichte als Rezeptionsgeschichte betreiben, die ihr Zentrum in der augenblicklichen Wahrnehmung des Films hat.
Jenseits des Spezialistentums soll Filmgeschichte zugänglich und im Kino wieder erfahrbar gemacht werden: durch thematische Filmreihen, filmgeschichtliche und filmtheoretische Veranstaltungen und interdisziplinäre Forschungsvorhaben.
Die Kinothek Asta Nielsen sorgt für die Verfügbarkeit von Kopien. Sie sammelt selbst Filme in den nichtkommerziellen Formaten von 16 mm und Super 8. Ausserdem Schriftmaterialien, Kataloge, Flugblätter, kurz: die so genannte "graue Literatur" neben den einschlägigen Publikationen.