Cinema for Peace Foundation Monthly Screenings

 

Am Montag, 29. April (19 Uhr) zeigt die Cinema for Peace Foundation im Orfeos Erben den Dokumentarfilm "Call me Kuchu" über die homophoben Gesellschaftsstrukturen in Afrika. Nach der Vorführung folgt ein Filmgespräch mit der Expertin Camilla Klein (Uganda Koordination-Amnesty International).

Um Anmeldung unter teresa.martin@cinemaforpeace.com wird gebeten.
Der Eintritt ist frei.

Beschreibung:
Seit Jahren versuchen christlich-religiöse Gruppen in Uganda ein verschärftes Anti-Homosexualitäts-Gesetz durchzusetzen, das Haftstrafen für Homosexuelle und in „schweren Fällen“ sogar die Todesstrafe vorsieht. David Kato, Menschenrechtsaktivist und der erste offen schwul lebende Mann Ugandas, und seine Mitstreiter_innen versuchen, das mit allen Mitteln zu stoppen. CALL ME KUCHU dokumentiert ihren Kampf gegen die Hetze der Presse und der ugandische Regierung. Die brutale Ermordung Katos während der Dreharbeiten im Januar 2011 erschüttert die Gemeinschaft zutiefst und gibt dem Anliegen der Aktivisten eine noch stärkere, traurige Dringlichkeit. Nach weltweiten Protesten wird der Gesetzesentwurf vorläufig zurückgezogen, nur um ihn nach Abebben der Proteste im Februar 2012 erneut ins Parlament einzubringen. Der Ausgang der Debatte ist noch offen.

Die Regisseurinnen von CALL ME KUCHU begleiteten David Kato über ein Jahr vor seiner Ermordung und schildern in ihrem Film das Leben eines mutigen und geistreichen Mannes mit kräftiger Stimme, dessen Errungenschaften erst nach seinem Tod in vollem Ausmaß erkannt wurden. Nuanciert beleuchtet der Film das Leben der "Kuchus" von Kampala, ihre Bemühungen, ihr eigenes Schicksal und das von vielen Anderen in ganz Afrika nachhaltig zu verändern. Wenn auch erschütternd, geht der Film in seiner Erzählweise über die in der internationalen Presse vorherrschende Viktimisierung der "Kuchus" hinaus und öffnet den Blick auf eine Bewegung, die gerade wegen der ihr entgegengebrachten Repression immer weiter erstarkt. Durch die in Katos Worten erzählte Geschichte lebt sein Vermächtnis in CALL ME KUCHU weiter.

CALL ME KUCHU von Malika Zouhali-Worrall und Katherine Fairfax Wright wurde auf der letzten Berlinale mit dem entwicklungspolitischen Filmpreis 'Cinema fairbindet' sowie dem Dokumentarfilm-Teddy ausgezeichnet.

CALL ME KUCHU
Land / Jahr: Uganda/USA 2012, Länge 90 Min., Sprachfassung: OmU, Regie: Malika Zouhali-Worrall, Katherine Fairfax Wright



 

Über die Cinema for Peace Monthly Screenings
Ein Film kann sein Publikum verändern und zur Wahrnehmung von weltweiten Missständen und humanitären Notlagen beitragen. Solche Produktionen zeigt die Cinema for Peace Foundation seit April 2012, neben Berlin und Hamburg, auch in Frankfurt. Einmal im Monat lädt die Stiftung in das hiesige Orfeo’s Erben ein, bei kostenfreiem Eintritt einen Film zu sehen, der sich eingängig mit Themen wie Gesundheit, Umweltzerstörung, Krieg, Armut oder Menschenrechtsverletzungen beschäftigt. Mit der Reihe kommt die 2008 ins Leben gerufene Stiftung, die sich der Friedensförderung verpflichtet sieht, ihrem Auftrag nach, über diese Konflikte auf globaler Ebene zu berichten und die öffentliche Debatte in Form einer anschließenden Diskussion über diese anzuregen. Herausragenden Werken verleiht sie seit 2002 jährlich, parallel zu den Filmfestspielen in Berlin, den Cinema for Peace Award.

Die gesellschaftliche und soziologische Relevanz aufklärender Spiel- und Dokumentarfilme betrifft nicht zuletzt die junge Generation. Mittels des eigenen Schulfilm-Katalogs können Filmvorführungen (im Kino) organisiert oder Besuche von Filmexperten in Schulen organisiert werden. Informationen finden Lehrkräfte und Interessierte auf der Website der Stiftung.

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Orfeo's Erben
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Telefon +49 (0) 69 70769100