Der koreanische Automobilkonzern Kia hat seit 2007 seine Europazentrale in Frankfurt. Der 74 Millionen Euro teure Neubau soll einen engen Kontakt zu den europäischen Kunden herstellen. Die Zentrale beherbergt auch das erste eigenständige Designzentrum von Kia.
Mit Peter Schreyer hat sich Kia im Jahr 2006 einen der deutschen Top-Designer an Bord geholt. Schreyer erwarb sich als Designchef von Audi (ab 1994) und VW (ab 2002) große nationale und internationale Anerkennung. Unter seiner Leitung entstanden beispielsweise der Audi TT, der VW Eos und der New Beetle, aber auch die Sportwagen Lamborghini Murcielago und Gallardo.
Dem Gewinner des Deutschen Design Preises 2003 wurde 2007, als drittem Autodesigner, die Ehrendoktorwürde des Royal College of Art, London, verliehen. Schreyer übernahm die Leitung aller KIA Design-Zentren in Frankfurt, Los Angeles, Tokio und der Zentrale im koreanischen Namyang.
Der Wechsel zu Kia ist für Schreyer nach eigenen Aussagen vor allem deshalb interessant, weil ihm dort mit Rückendeckung des KIA-Präsidenten völlig freie Hand gelassen wird, der Marke eine stärkere Corporate Identity zu geben. Die komplette Modellpalette soll sowohl für den koreanischen als auch den internationalen Markt modernisiert werden.